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Convincer

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Als Convincer werden Übungen bezeichnet die dazu dienen den Klienten zu überzeugen, dass er der perfekte Kandidat für eine Hypnosesitzung bei dem Therapeuten seiner Wahl ist. Der Begriff ist dem Englischen „to convince – überzeugen“ entlehnt.

Hierbei handelt es sich um kleine, aber feine hypnotische „Spielereien“, die dem Therapiewilligen demonstrieren sollen wie es sich anfühlen wird, wenn er sich gleich während der Behandlung in Trance befindet.

Nachdem viele Menschen, von allerlei Medien beeinflusst, mit dem Wort Hypnose einen willenlosen komaähnlichen Zustand verbinden, oder schlimmer noch, den Zustand eines in einer Hypnoseshow gefügig gemachten Menschen erwarten, ist es ganz besonders wichtig hier für Klarheit zu sorgen.

Getreu dem Motto Klarheit schafft Klarheit reicht es kaum aus den Zustand zu beschreiben oder zu erläutern, denn die Erwartungshaltung stellt ein Gefühl dar. Und Gefühle werden nicht mit Worten verändert, sondern ausschließlich durch neue Gefühlen ersetzt.

Ansonsten würde es genügen einem Depressiven zu sagen er solle aufhören traurig zu sein.

Aber Spaß beiseite. Wenn der Klient aufhören soll auf etwas zu warten was nicht geschehen wird, dann gelingt dies am einfachsten, ihn auf der Erlebnisebene vorsichtig heranzuführen.

Bevor sich der Begriff des Convincers durchsetzte, bezeichnete man diese kleinen Übungen im Allgemeinen als Hypnosetests.

Doch hier kann der Begriff zu einigen Missverständnissen führen. Wenn man „Test“ hört, drängt sich förmlich die Frage auf, „geht es oder geht es vielleicht nicht?“. Dies impliziert stillschweigend, dass es etwas geben könnte, was möglicherweise nicht funktionieren wird, und somit ist einem potenziellen Scheitern Tür und Tor geöffnet.

Nachdem diese Bezeichnung Test für Irritation sorgen kann, hat sich nun der Begriff des Convincers nahezu durchgesetzt.

Convincer können zum Beispiel das allseits bekannte Verkleben der Hände sein, die Implantation von Magneten in Finger oder Hände oder die Arbeit mit Levitationen durch Ballons oder Seilzüge. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist lediglich, dass der Klient hier sein erstes Erfolgserlebnis sammeln kann und die Bereitschaft erlangt sich voll und ganz einlassen zu können.