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Empathie

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Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in andere Menschen und Situationen einzufühlen. Dazu ist es notwendig, die Mimik, Gestik und andere ganz persönliche Merkmale des Gegenübers zu erkennen und zu verstehen. Synonym wird auch das Wort Mitgefühl verwendet. Die Hirnforschung geht davon aus, dass die bereits vor zwanzig Jahren entdeckten „Spiegelneuronen“ für die Fähigkeit von Empathie verantwortlich sind. Obwohl die Hirnforschung teilweise „Mitfühlen“ und „Empathie“ unterscheiden möchte, unterstreicht der Hirnforscher Christian Keysers in einem Spiegel-Interview eher die Gemeinsamkeiten: „Mitfühlen ist ein ganz besonderer Zugang – intuitiv und mühelos“.

Unsere Spiegelneuronen sind ständig aktiv. Es sind unbewusste Vorgänge, die Gefühle und Handlungen bestimmen, ohne, dass wir darüber nachdenken und rational entscheiden. Ein Beispiel: wenn nachts das plötzlich das Baby schreit, nehmen wir in unserem Gehirn sofort seine Verzweiflung wahr und stehen auf, um da zu sein. Wir denken nicht erst darüber nach, was es sein könnte und wägen ab, ob ein Aufstehen nun sinnvoll ist oder nicht. Wir entscheiden ohne darüber nachzudenken. Wir haben mehr Empathie für Menschen, die uns ähnlich sind, mit denen wir mehr Gemeinsamkeiten haben. Das erklärt, warum Therapeuten während der Sitzung mit einem Klienten ebenfalls zu einem gewissen Teil in Hypnose sind. Für manche Berufsgruppen ist es sogar unerlässlich ihre Empathie zu drosseln wie zum Beispiel Chirurgen, Soldaten, Zahnärzte oder Polizisten, damit sie handlungsfähig bleiben. Stellen Sie sich einmal einen Chirurgen vor, der den Schnitt für die Entnahme eines Blinddarms nicht tätigen kann, weil er sich „richtig vorstellen“ kann, wie weh das tun muss. Wir müssen also die Möglichkeit haben, unser Mitgefühl zu regulieren. Sehr gewaltbereite Menschen sollen sogar in der Lage sein, es komplett abzuschalten, wie es in einer Studie Keyser´s heißt. IntuTrance-Therapeuten lernen in unseren Hypnose-Ausbildungen ihre Empathie zu erhöhen, ihre Wahrnehmung dem Klienten und sich selbst gegenüber zu schärfen, um besser verstehen zu können, um auch die „Worte“ zu hören, die der Klient nicht sagt.