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Fremdhypnose

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Als Fremdhypnose wird eine Hypnose immer dann bezeichnet, wenn es einen Hypnotiseur und einen Hypnotisanden gibt. Das Gegenteil wäre hier die sogenannte Selbsthypnose. Der Durchführende wird als Hypnotiseur bezeichnet, der, der hypnotisiert wird ist der Hypnotisand. Beide interagieren hier als Team auf verschiedene Arten. Eine weit verbreitete Variante ist das sogenannte suggestive Vorgehen. Hier gibt der Hypnotiseur seinem Klienten, nachdem er ihn mittels einer Induktion in eine hypnotische Trance versetzt hat neue Programme, Verhaltensweisen oder Lösungsideen ein. Ziel ist es dabei diese neuen Strukturen am Verstand vorbei direkt in das Unterbewusstsein zu bringen. Dies geschieht durch hypnotische Sprachmuster wie sie zum Beispiel Milton Erickson extrem erfolgreich eingesetzt hat. Ein weiteres Prinzip ist die ständige Wiederholung des zu verinnerlichenden. In dieser Form wird auch gerne mit Blockadenlösungen gearbeitet. Eine Blockadenlösung ist eine von Hypnotiseur erzählte Geschichte in der es darum geht, ein leicht verständliches und einprägsames Bild in Form einer Phantasiereise zu gestalten in der sich der Klient gerne aufhalten kann und im besten Falle auch ein Stück weit wiederfindet. Häufig verwendete Bilder sind Geschichten über das Loslassen von Lasten, Reinigungsprozesse mit unterschiedlichen Medien oder Verabschiedungsszenarien. Der Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Eine Blockadenlösung ersetzt im Regelfall allerdings keine Therapie, auch nicht, wenn sie gut gemacht wurde.

Die Fremdhypnose wird mit zunehmendem Gesprächsanteil des Klienten immer wirkungsvoller und individueller. Wenn wir uns klarmachen wie unterschiedlich die Menschen sind, dann sollte ebenfalls offensichtlich sein, dass ein zum Beispiel aus dem Internet geladener, fertiger Universaltext keine wirkliche individuelle Therapie darstellt bzw. darstellen kann. Die Individualität des Hilfesuchenden ist das zentrale Thema. Ein geübter kompetenter Hypnotiseur wird ihnen nichts vorlesen, sondern mit ihnen gemeinsam, das heißt, in der ständigen Interaktion, also einem Gespräch in Trance Lösungsansätze entwickeln und Probleme aus dem Weg räumen. Als Königsdisziplin ist hier die Hypnoanalyse zu sehen, in der der Hypnotiseur, den sich in Trance befindlichen Klienten, direkt zur Ursache seines ungeliebten Verhaltens führen wird (denn das Unterbewusstsein kennt die Ursachen) und anschließend neues Erkenntnisse sowie Verhalten etablieren kann. Hier gleicht also keine Behandlung mehr der anderen sondern ist ein Unikat.