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Hypnose

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Unter Hypnose stellen sich die meisten Menschen vor zu schlafen oder „weg zu sein“.
Der Begriff „hypnos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Schlaf“. Dennoch ist es in der Hypnose anders. Hypnose erleben Sie jeden Tag. Beispielsweise beim Autofahren, wenn Ihre Gedanken bei Ihrer Arbeit oder Ihrer Familie sind und Sie nicht ganz bewusst jede Entscheidung treffen wie bremsen, kuppeln, schalten oder abbiegen, wenn Sie in der Küche das Essen kochen und Sie während des Gemüseschneidens an die Dinge denken, die Sie noch erledigen möchten. Schlafen Sie bei diesen Tätigkeiten? Keineswegs. Sie sind hochkonzentriert und lassen sich leiten von Ihrem Innersten. Ihrem Unbewussten wie es korrekt heißt. Wir nennen dieses Unbewusstsein synonym auch Unterbewusstsein. Dennoch sind Sie jederzeit in der Lage, das Messer, geführt von ihrer Hand willentlich zu beeinflussen oder sind – am Beispiel Auto- jederzeit in der Lage zu bremsen. Hypnose macht also nicht willenlos und machtlos, wovor sich viele Menschen fürchten. Von daher wäre der richtige Begriff Monoideismus, Konzentration auf einen Punkt oder ein Thema. Bei dieser Konzentration blendet unser Gehirn unwichtige Dinge, die uns nur ablenken würden, einfach aus. Deshalb haben wir oft den Eindruck, Hypnose sei etwas Unnatürliches und gar Magisches. Die Showhypnose macht sich diese Gehirnleistungen zu Nutze. Hypnotische Zustände werden schon im Altertum beschrieben. Erst 1770, im Zeitalter der Aufklärung, experimentierte Franz Anton Messmer mit Trancephänomenen. Bereits Jean-Martin Charcot lehrte an der Pariser Schule im 19. Jahrhundert Hypnose und setzte diese zur Behandlung von Hysterie bei Frauen ein. Sein Schüler Sigmund Freud war ebenfalls von der Hypnose überzeugt. Zu den gegenwärtigen wichtigen Menschen, die die Hypnose nachhaltig geprägt haben, zählt Milton Erickson. Erik Bandler begründete auf den Erkenntnissen der Hypnose das Neurolinguistische Programmieren (NLP). In anderen Ländern der Welt, wie den USA und Kanada ist die Hypnose ein anerkanntes Therapieverfahren. Erst 2006 hat sich Hypnose als wissenschaftlich anerkannte Methode in einigen Teilbereichen psychischer Störungen in Deutschland etablieren können.