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Hypnotisand

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Der Klient der einen Hypnotiseur oder Hypnosetherapeuten aufsucht um sich selbst hypnotisieren zu lassen wird als Hypnotisand bezeichnet. Dieser Begriff greift im therapeutischen Setting gleichermaßen, wie im Coaching-Bereich oder im Sektor Showhypnose. Der Hypnotisand kann den Verlauf der Hypnose und deren Funktion durch seine Mitarbeit erheblich unterstützen. Im Allgemeinen ist eine neugierige Offenheit, ein „sich einlassen wollen“ die wohl wichtigste Voraussetzung, wenn ein nachhaltiges Ergebnis erzielt werden soll. Dem steht allerdings meist eine nicht unerhebliche, fast sagenumwobene Erwartungshaltung gegenüber. Das Wort Hypnose alleine hat auf viele Menschen eine geradezu mystische Wirkung. Viele angehende Hypnotisanden beschreiben ihre Grundannahmen der Hypnose gegenüber oft als ängstliches oder zumindest mulmiges Gefühl des Nichtwissens was sie erwarte und Bedenken ob man sich nach der Behandlung noch an alles Gesagte oder Erlebte erinnern könne. Dies wird begleitet von Gefühlen potentiellen Ausgeliefertseins, Machtlosigkeit oder Manipulierbarkeit. Gerade die Angst manipuliert zu werden ist sehr ausgeprägt. Dies geht oft mit Scham und Unwohlsein einher. Die Angst vor der Manipulierbarkeit wird bei genauerem Nachfragen von den Hypnotisanden als Furcht davor beschrieben einen schwachen oder labilen Charakter zu haben. Als erwähnenswert möchte ich auf jeden Fall noch die Motivation der Hypnotisanden beleuchten. Zunächst ist eine Eigenmotivation die beste Ressource. Manche Klienten werden von Freunden oder der Familie quasi geschickt um sich helfen zu lassen. Das gestaltet sich in den allermeisten Fällen als schwierig, da die nötige Bereitschaft zur Mitarbeit deutlich geringer ausfällt als bei Klienten mit Eigenmotivation. Wenn die Eigenmotivation jedoch vorhanden ist, dann finden wir meist einen nicht unerheblichen Leidensdruck vor. Man stelle sich vor, der Klient hat in den meisten Fällen bereits einige Versuche unternommen um sein Leid zu lindern oder zu beenden und all diese Anläufe blieben offensichtlich noch immer erfolglos oder zumindest unbefriedigend. So wird der Hypnosetherapeut oft als letzte Hoffnung gesehen. Nach dem Motto „wenn selbst dies nicht wirkt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter…“.

Kann jeder ein guter Hypnotisand sein? – Grundsätzlich ja. Jeder der möchte und bei dem keine medizinische Kontraindikation vorliegt.

Ist jeder Hypnotisand gleich „gut“? – Zunächst hat es mit gut oder schlecht nichts zu tun. Jeder Hypnotisand ist ein Individuum und somit besonders und einzigartig. Demnach muss er auch individuell behandelt und das Behandlungs-Konzept an ihn angepasst werden.

Auch bei einer Showhypnose ist es so, dass es aussieht als funktioniere jede Suggestion mit allen Menschen immer und überall. Bei genauerer Beobachtung wird jedoch eine gewisse Selektion in der Show sichtbar.