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Das Interview mit Andre und Heidi Maria Jordan bei der Messe „gesund & vital“

Das Thema Hypnose ist neu bei der Messe „gesund & vital“. Grund genug, den beiden anwesenden Experten, Heidi Maria und André Jordan, einmal tief in die Augen zu blicken – und freilich auch hinter die Kulissen der Therapieform, die manchem Außenstehenden doch eher unheimlich ist.

  • Herr Jordan, Frau Jordan, seit wann beschäftigen Sie sich mit dem Thema Hypnose?

ANDRÉ JORDAN: Eigentlich kam die Hypnose eher zu mir, als ich zu ihr. 1992 besuchte ich ein Managerseminar, wo ein Hypnotiseur Anwendungen mit dem Publikum praktizierte. Danach ging es meiner Begleitung so schlecht, dass sie noch Stunden später apathisch war. Ich brachte den begonnenen inneren Prozess bei ihr zu Ende. Intuitiv wusste ich, was zu tun war. So wurde Hypnose zu meiner Berufung.

HEIDI MARIA JORDAN: Hypnose war bis zu meiner Heilpraktiker-Ausbildung 2007 kein Thema für mich. Bis vor zehn Jahren war das etwas Mystisches, sehr negativ behaftet. Das änderte sich erst, als ich die Unterschiede zwischen Show und Therapie kennenlernte.

  • Der Kontrollverlust während einer Hypnose macht vielen Menschen Angst. Wie nehmen Sie ihnen diese Angst?

HEIDI MARIA JORDAN: Sehr richtig. Wenn manche Menschen hören, dass wir Hypnosetherapie anwenden, sagen sie zu uns: „Schau mir bloß nicht in die Augen!“ Es ist die Angst vor Kontrollverlust und Manipulation. Umgekehrt sind manche Klienten nach der Sitzung fast enttäuscht, dass wir nicht nur mit dem Finger schnippen und ihre Probleme sind weg.

ANDRÉ JORDAN: Wir lassen unsere Klienten zu Beginn einer Sitzung hypnotische Phänomene bei vollem Bewusstsein erleben. Sie sind niemals macht- oder willenlos, können jederzeit sprechen und sich später an alles erinnern. Viele sind erstaunt, was ihr Unterbewusstsein zu leisten im Stande ist. Auch merken sie, dass es nicht um Entspannung geht, sondern dass es sogar recht anstrengend ist, sich zu konzentrieren.

  • Welche Voraussetzungen muss ein Mensch mitbringen, um hypnotisiert zu werden?

ANDRÉ JORDAN: Eigentlich gar keine. Es ist schwieriger, Menschen nicht zu hypnotisieren, als sie zu hypnotisieren! Es gibt lediglich gesundheitliche Einschränkungen.

HEIDI MARIA JORDAN: Wichtig ist, dass der Klient freiwillig zur Hypnose kommt. Wer zum Beispiel vom Partner zu einer Rauchentwöhnung geschickt wird, hat schlechtere Erfolgsaussichten als jemand, der uns aus eigenem Interesse aufsucht.

  • In welchen Bereichen wird Hypnose  eingesetzt? Was kann sie alles bewirken?

ANDRÉ JORDAN: Hypnose erzielt in allen Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung wunderbare Erfolge. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, Menschen mit Beschwerden im neurotischen Bereich zu behandeln: Ängste, Phobien und psychosomatische Erkrankungen.

HEIDI MARIA JORDAN: Vor allem bei Allergien, Asthma und Panikstörungen erzielen wir gute Erfolge. Hypnose hilft zu erkennen, weshalb man im Leben nicht weiterkommt, und solche Hürden zu überwinden; es geht um Zielfindung und Entscheidungshilfe.

  • Genügt eine einmalige Anwendung oder braucht man einige Sitzungen in Trance?

ANDRÉ JORDAN: Wir können nicht garantieren, dass alle Probleme innerhalb einer Sitzung gelöst werden. Unser erklärtes Ziel ist aber, dass es dem Klienten nach jeder Sitzung besser geht als zuvor. Ob er dann weitere möchte, ist seine Entscheidung.

  • Kann Hypnose gefährlich sein? Können bestimmte Trigger noch Jahre später ein einmal hypnotisch suggeriertes Verhalten auslösen?

ANDRÉ JORDAN: Ich probiere das oft mit meiner Frau, es hat aber bislang noch nicht funktioniert. (lacht) Im Ernst: Das fällt in den Bereich der Showhypnose und hat mit Therapie nichts zu tun. Bei der von uns entwickelten IntuTrance-Methode werden vom Therapeut keine Suggestionen getätigt, die für den Klienten nicht hilfreich sind. Wir lehnen es beispielsweise ab, Rauchern zur Entwöhnung ein Ekelgefühl vor Zigaretten zu suggerieren. Es gibt bessere Lösungswege.

HEIDI MARIA JORDAN: Wir werden oft gefragt, ob wir jemanden dazu bringen könnten, etwa in Trance einen Banküberfall zu begehen. Das wäre aber äußerst schwierig: Wir alle haben eine Instanz in uns, die uns nur das machen lässt, was wir auch ohne Hypnose tun würden. Eine Art innere Grenze.

  • Sie stellen bei der Messe Ihr Buch „Seele trifft Verstand“ vor. Worum geht es darin?

ANDRÉ JORDAN: Wir beschreiben die Wirkungsweise unserer Methode, der intuitiven Hypnose, anhand von Fallbeispielen. Wir bringen den Menschen mit Hypnose bei, auf ihre intuitiven Stimmen zu vertrauen und neue Wege zu gehen.

HEIDI MARIA JORDAN: In der intuitiven Hypnose geben wir dem Verstand die Möglichkeit, die Stimme der Seele wahrzunehmen: Die Logik des Bewusstseins wird hinten angestellt, um neue Perspektiven und Erkenntnisse zu gewinnen.

  • Welche herausragenden Effekte konnten Sie so bei Ihren Patienten schon erzielen?

ANDRÉ JORDAN: Die Liste reicht von Spontanremissionen bei Krebs über verschwundene Schmerzen und Ängste bis hin zu dem Kind, das wieder gerne zur Schule geht. Dabei kommt es gar nicht darauf an, wie schwerwiegend ein Problem ist. Leid ist immer maximal, wenn man es gerade erlebt.

HEIDI MARIA JORDAN: Für uns ist der wichtigste Effekt, wenn wir ein Strahlen in den Augen der Menschen sehen, die wir begleiten, und erleben, dass wir deren Leben positiv verändern können.

jordan-hypnose.de