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Affirmation

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Affirmation (aus dem Lateinischen affirmatio für Beteuerung, Versicherung, Bestärkung)

Affirmationen (Plural von Affirmation) sind eine weit verbreitete und einfache Methode, um dem Unterbewusstsein neue Inhalte näher zu bringen.
Meist werden kraftvolle Sätze gebildet, die der Klient oder die Klientin sich anschliessend selbst vorsagt. Dies kann sowohl laut als auch leise stattfinden. Im Eigentlichen handelt es sich hierbei um eine sogenannte Autosugesstion. Durch das ständige Wiederholen (meist öfter hintereinander und dann auch mehrmals täglich) wird versucht, den Inhalt des Satzes tiefer in sich zu integrieren und damit ein neues Lebensgefühl, eine neue Grundhaltung oder eine anderweitige Ressource zu starten.

Ein Beispiel für einen eher gestressten Typ könnte sein:

„Ich bin ruhig, gelassen und völlig entspannt.“

Dieser neue Satz soll damit quasi von einer äusseren, imaginierten und angestrebten Realität in eine neue, innere Realität überführt werden. So soll dieser Satz im besten Falle irgendwann nicht mehr angezweifelt, sondern so angenommen werden, dass er sich alsbald gänzlich normal und zu einem selbst gehörig anfühlt.

Diese Vorgehensweise ist weitläufig aus dem „positiven Denken“ bekannt.

Der Einsatz von Affirmationen kann sowohl im wachbewussten Zustand erfolgen, als auch als Wirkungsteil einer Selbsthypnose. (Siehe Selbsthypnose oder Fremdhypnose.)

Manchmal werden derartige affirmative Sätze gemeinsam mit dem Therapeuten erarbeitet und sozusagen als „Hausaufgabe“ mitgegeben.
Dies hat den positiven Effekt, dass der Klient selbst in die Lage versetzt wird, auch ohne die Unterstützung des Therapeuten Vorort, an seinem Thema weiter zu arbeiten und einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Projektes leisten zu können.

Bei der Verwendung von Affirmationen sollte man jedoch sehr achtsam und bewusst vorgehen, denn es kann, bei falscher Satzkonstruktion, auch den gegenteiligen Effekt haben.

Wenn ein positiver Satz gebaut und etabliert werden soll, so ist es unerlässlich, dass er sich innerhalb des Glaubenssystems des Klienten befindet. Dies bedeutet, wenn der Klient selbst, die Erreichung des Zieles für unwahrscheinlich und für ihn für nahezu unerreichbar hält, dann wirkt es zu weit her geholt und damit illusorisch.

Der Wahrheitsgehalt wird angezweifelt und somit die Autosuggestion unwirksam. Im schlimmsten Falle bekommt der Klient das Gefühl etwas nicht richtig zu machen und ineffektiv also unfähig zu sein und entsteht ein exacerbativer Effekt der niemals beabsichtigt war.

 

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