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Entspannungsinduktion

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Entpannungsinduktion

Die Entspannungsinduktion ist die wohl verbreitetste Form einen Klienten in Trance zu führen. Sie ist eigentlich der „Klassiker“ den der Kunde zumeist erwartet.

Durch ihre Einfachheit beweist sie sich, gerade für Hypnose-Anfänger, als sehr erfolgreich.
Hierbei wird der Klient lediglich gebeten sich zu entspannen und durch Fokussierung von Muskelentspannung an verschiedenen Körperstellen nacheinander tief und gleichmässig atmend in eine Entspannungstrance einzutauchen.

Dadurch, dass diese Induktion seitens des Klienten, relativ passiv erlebt wird, ist auch die spürbare Trance-Wirkung deutlich limitiert.
Die Wirkung kann leicht gesteigert werden, indem der Klient angehalten wird, mitzuarbeiten und sich deutlich in alle benannten Körperregionen einzufühlen beziehungsweise die steigende Muskelentspannung wahrzunehmen.

Entspannungsinduktionen werden innerhalb der Hypnose- Ausbildung nur bedingt eingesetzt, da sich ihre Wirkung in nur wenigen Themen vollständig entfalten kann.
Doch zuerst zum Ablauf.
Eine Entspannungsinduktion erinnert uns schnell an das Prinzip der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson. Hier wird der Klient zunächst gebeten unterschiedlichste Muskelgruppen anzuspannen und anschliessend zu entspannen wobei der Fokus immer deutlich auf das muskuläre Entspannungssignal gerichtet werden soll. Durch den Aufbau von zunehmender körperlicher Entspannung folgt, über das vegetative Nervensystem verursacht, eine geistige Entspannung die einer leichten hypnotischen Trance entspricht.
Bei der Entspannungsinduktion verhält es sich ähnlich, nur dass auf die Muskelanspannung im Vorfeld verzichtet wird.
Die Wirkung entsteht also nicht primär, wie vermutet, durch tiefes, sonores, gleichmässiges Gemurmel der Therapeuten, sondern durch die, durch die Fokusverschiebung entstehende Wirkung im menschlichen Gehirn.
In einem EEG kann nachvollzogen werden, dass durch das ständige Fokussieren auf Körperareale, der sogenannte somatosensorische Kortex,(der Teil des Gehirns der für die Wahrnehmung zuständig ist), stimuliert wird.

Dieser Kortex verfügt über eine Funktion durch die unnötige Störsignale als unwichtig bewertet werden können und schliesslich werden solche überflüssigen Signale nicht mehr weitergeleitet um einen reibungslosen Ablauf im Gehirn zu erzeugen.

Dadurch schaltet sich auch der sogenannte motorische Kortex (der an den somatosensorischen Kortex angrenzt) schrittweise ab. Dies wird dann letzendes als Entspannung empfunden.

Entspannungsinduktionen sind in den Bereichen Schmerzabschaltung, Schmerztherapie, Entspannung, körperliche Regeneration oder gedankliches Abschalten bei starkem Stress empfehlenswert.

 

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