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Milton H. Erickson

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Milton Hyland Erickson wurde am 5. Dezember 1901 in Aurum, Nevada geboren. Er starb am 25. März 1980 in Phoenix, Arizona. Er war als amerikanischer Psychiater, Psychotherapeut und Psychologe maßgeblich prägend für den gesamten Bereich Hypnose und Hypnosetherapie im 20 Jahrhundert.

An seinem Namen kommt kein Hypnoseinteressierter vorbei.

Er wurde als zweites von neun Kindern geboren und seine schulische Laufbahn gestaltete sich gerade zu Beginn als nicht gerade reibungslos.

Er litt unter Legasthenie, was ihm den Spitznamen „Dictionary“ einbrachte, weil er große Schwierigkeiten beim Gebrauch des Wörterbuches hatte. Diese Krise meisterte er bereits indem er sich für ihn schwierige Buchstaben und Buchstabenkonstellationen visualisierte.

Im Jahre 1919 fiel Milton Erickson ins Koma, kurz nachdem er, nach Abschluss der High-School, das erste Mal an Kinderlähmung erkrankte. Seine Prognose war schlecht und obwohl es den Anschein hatte, dass er die Erkrankung nicht überleben würde, erwachte er nach drei Tagen wieder, doch leider war er vollkommen gelähmt. Als er, immer noch bewegungsunfähig, in seinem Schaukelstuhl saß, trainierte er seine Wahrnehmung und begann mit seiner Vorstellungskraft zu experimentieren. Er verinnerlichte Sprachmodelle und die Grundprinzipien der verbalen und nonverbalen Kommunikation und erlebte während dieser Krankheits- und Entwicklungsphase ein besonderes Phänomen. Sein starker Wunsch, in seinem Schaukelstuhl sitzend, aus dem Fenster zu sehen, setze diesen allmählich in Bewegung. Er erlebte also eine Form der Ideomotorik. Die Fokussierung auf dieses Vorhaben wirkte sich körperlich als Bewegung aus und ermöglichte ihm so seinen Wunsch. Dies motivierte ihn in seinen Mentaltechniken und Vorstellungen weiter zu üben und so wurden seine gelähmten Muskeln wieder funktionstüchtiger, bis er nach knapp einem Jahr an Krücken gehen konnte. Hiervon motiviert entschied er sich zu einer 1200 Meilen langen Kanu-Reise auf dem Mississippi wodurch er wieder eine beachtliche körperliche Verfassung erreichte. Zwei Jahre später, hinkte er zwar noch, konnte aber ohne Krücken gehen.

Während seiner Studienzeit beschäftigte er sich eingehend mit dem Thema Hypnose und entwickelte Sprachmuster und Techniken um das hypnotische Vorgehen weiter zu individualisieren, was zu dieser Zeit noch nicht üblich war.

1957 gründete er die „Amerikanische Gesellschaft für klinische Hypnose“ und übernahm deren Vorsitz.

Nachdem er 1953 am Post-Polio-Syndrom, und 1976 ein drittes Mal an Kinderlähmung mit Muskelschwund mit multiplen Schmerzzuständen erkrankte, war er erneut an den Rollstuhl gefesselt und halbseitig im Gesicht gelähmt.

Seine Arbeit prägte eine ganze Generation von Therapeuten und stellt für viele Therapieverfahren einen Grundstock bzw. ein wesentlichen Bestandteil dar.

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