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Nachgespräch

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Das sogenannte Nachgespräch ist die Zeit nach der Beendigung der eigentlichen Hypnoseeinheit. Man kann davon ausgehen, dass der Klient in den letzten Minuten jede Menge erlebt und zu verarbeiten hatte und daher ist der Zeitfaktor gekoppelt mit einer gehörigen Portion Empathie von außerordentlicher Bedeutung.

Nach der Ausleitung ist der Hypnotisand meist etwas verklärt und nachdenklich oder aber sehr impulsiv und extrovertiert. Beides ist gleichermaßen in Ordnung und eigentlich nur wieder ein wunderbarer Beleg dafür, wie unterschiedlich Menschen und deren Persönlichkeitsstrukturen sein können.

Für beide Fälle gilt gleichermaßen, Geduld haben und Raum geben.

Der Klient kann, auch während einer interaktiv geführten Hypnose, die Intensität und die Erlebnisdichte nicht vollständig beschreiben. Dies ist völlig normal, denn wenn sie sich jetzt gerade einmal an einen schönen Moment in ihrem Leben erinnern würden und diesen beschreiben sollten, fiele ihnen schon sehr schnell auf, dass für die Beschreibung so mancher Dinge, unsere Vokabeln nicht ausreichen. Die Erlebnisse sind viel intensiver und vielschichtiger. Es sind also immer weniger Worte als Erlebnisse. Daher ist es wichtig, dem Klienten nach dessen „Erwachen“ Zeit zu lassen und ihn dann zu bitten noch einmal zu beschreiben was er gerade erlebt hat und was davon ihn berührt hat oder im Sinne einer Erkenntnis weiterbringt. Das heißt hier erzählt der Klient ein weiteres Mal vom Erlebten, diesmal aber, mit einer wieder höheren Verstandesaktivität. Das hat zur Folge, dass der Klient nochmal reflektiert und beim Erzählen vielleicht weitere Erkenntnisse und Klarheiten bzw. Lösungsideen hinzu kommen können.

Es wäre schade, wenn der Therapeut hier sofort begönne dem Klienten zu erklären was geschehen ist, denn das wäre das bildhafte Schließen der „Erkenntnistüre“.

Merke: Erkenntnisse muss der Klient immer selbst haben, wenn zu viel erklärt wird, dann muss der Klient sich selbst kaum noch einbringen und mitarbeiten.

Oft werden Klienten hier dann passiver und die Situation ist vergleichbar mit der des Lehrers und des Schülers, somit ist eine selbständige Weiterentwicklung des Klienten und das echte erwerben von Transferwissen so gut wie ausgeschlossen.

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