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Neurosen

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Der Begriff Neurosen wurde durch die sogenannte Neurosenlehre von Sigmund Freud stark geprägt und verbreitet.

Heute wird versucht diesen Begriff in der psychiatrischen Diagnostik weitestgehend zu vermeiden, da man versucht der Vielfältigkeit der Erscheinungsbilder durch differenziertere Beschreibung gerechter zu werden. So bezeichnet der Begriff der Neurosen, vereinfacht gesagt, eine Zusammenfassung verschiedener Störungen, die keine körperliche Läsion haben und rein funktioneller Natur sind.

Sigmund Freud beschreibt in seinem Instanzenmodell die Entstehung neurotischer Erkrankungen durch die Ursachen in frühkindlichen Phasen und das Ausgelöst werden im Erwachsenenalter. Dadurch ist eine direkte Beziehung nicht sofort erkennbar oder Probleme durch pures Nachdenken auch kaum lösbar, da die Dinge nicht offensichtlich zusammengehören. So kann es sein, dass Ursache, Auslöser und heutiges Störungsbild, erst bei genauerer Betrachtung, mit Hypnose oder IntuTrance ihren Zusammenhang offenbaren.

Ängste oder Phobien sind in diesem Bereich anzusiedeln. Retrospektiv ist das besondere Zusammenwirken zwischen Ursachen- und Auslösesituation oft überraschend.

Meist weist der auslösende Stimulus einer speziellen isolierten Phobie, kaum offensichtliche Gemeinsamkeiten mit der Ursache bzw. den anderen Auswirkungen im Heute auf.

Dies bedeutet, dass Menschen mit einer Hunde- oder Mäusephobie, nicht gezwungenermaßen, während ihrer Kindheit, schlechte Erfahrungen mit Hunden oder Mäusen gemacht haben müssen.

Dabei wird so etwas wie eine Verhaltensstörung entwickelt, die der Betroffene nicht willentlich steuern oder beeinflussen kann. Der Neurotiker ist sich des Realitätsgehaltes seiner Wahrnehmung und seines Verhaltens bewusst und weiß, dass seine Reaktion auf eine Spinne nicht im Bezug zur allgemeinen Realität, beziehungsweise zur tatsächlichen Bedrohung steht.

William Cullen, ein schottischer Arzt, beschrieb bereits im Jahre 1776 den Neurosebegriff als psychische Erkrankungen, die keine entzündliche, körperliche Ursache aufweisen. Die Begriffsverbreitung nahm unter Freud seinen Lauf. Er, als Nervenarzt, wandte den Begriff später meist für leichte funktionelle Störungen an, die keine körperliche Ursache in ihrer Entstehung haben.

Den Neurosen wurden dann die sogenannten Psychosen gegenübergestellt. Hierbei ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, ob tatsächlich (außer bei organischen Psychosen) eine körperliche Ursache ausgeschlossen werden kann.

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