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Trancezeichen

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Um zu erkennen, ob ein Hypnotisand in Trance ist, gibt es verschiedene Trancezeichen. Als erstes Merkmal ist bereits einige Sekunden nach der Induktion ein Flattern der Augenlider zu bemerken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Schnellinduktion oder um eine länger andauernde Entspannungsinduktion handelt. Werden beispielsweise Convincer im Stehen eingeleitet, wird der Hypnotisand beginnen mit dem Oberkörper hin-und herzuschwanken. Hier ist besonders auf einen festen Stand des Klienten zu achten. Suggestionen wie „Sie stehen fest auf dem Boden wie ein Baum, der tief mit der Erde verwurzelt ist“ sind hilfreich.

Rötungen der Haut im Gesicht, Halsbereich und Dekolleté werden auch als Tranceflecken bezeichnet. Sie zeigen deutlich, dass der Klient sich in einem intensiven Trance-Erleben befindet. Nach der Hypnose verschwinden sie wieder innerhalb weniger Minuten. Auch das vermehrte Bedürfnis zu schlucken ist ein sicheres Zeichen dafür, dass der Hypnotisand sich in Trance befindet. Ist der Klient erst einmal in einem konzentrierten oder entspannten Zustand, kommen auch Bauchgeräusche vor. Wichtig ist, dass der Therapeut die Trancezeichen bemerkt und in seiner Suggestion bzw. vertiefenden Induktion verbalisiert, da es dem Hypnotisand unangenehm sein und es ihn aus seiner Konzentration bringen kann. In einer intensiven Hypnose nimmt der Hypnotisand im Unterbewusstsein gespeicherte Erinnerungen in Form von Bildern wahr. Ein Zeichen für Erlebnis – oder Verarbeitungsprozesse ist das Bewegen der Augäpfel bei geschlossenen Augen wie in einer Traumphase. Es handelt sich hierbei um die gleichen Augenbewegungen, die aus dem REM-Schlaf bekannt sind. REM steht für Rapid-Eye-Movement. Aus den Trancezeichen läßt sich allerding nicht in jedem Fall – wie in einigen Schulen gelehrt wird – die Trancetiefe ableiten. Dennoch zeigen Erfahrungswerte, dass Klienten, die hochkonzentriert in einem intensiven Trance-Erleben oder in einem tiefen Entspannungszustand sind, kaum Trancezeichen mehr aufweisen. Da Klienten auch mit geöffneten Augen in einem tiefen Trancezustand sein können, wäre die Feststellung: „…kein Flattern der Augenlider mehr, also keine Trance…“ falsch. Deshalb ist eine korrekte Ausleitung aus der Hypnose ein Muss für jeden seriösen Hypnosetherapeuten.

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